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Kinderlauf Get Active 2.0

T. hat am Kinderlauf Get active 2.0, der im Rahmen des Vienna City Marathons stattfand, teilgenommen. Dabei ging es 2.2 Kilometer durch die Innenstadt von Wien (Start beim Stadtpark, den Ring entlang an Oper, Natur- und Kunsthistorischen Museum, Parlament vorbei bis zum Rathaus).

T. ist gemeinsam mit ihren Klassenkameraden gestartet. Sie nehmen in diesem Jahr an einem ziemlich coolen Projekt teil: Mission X – Train like an Astronaut. Dabei geht es um Fitness und gesunde Ernährung. Und daraus entstand die Idee an diesem Lauf teilzunehmen.

Als Vorbereitung wurde in der Schule fleißig trainiert. Und ich bin die Strecke auch mit T. gelaufen, habe geschaut, wie lang sie dafür braucht und wie sich der Zucker dabei so anstellt.

Am Tag des Laufs hatte sie den ganzen Tag schöne stabile Werte. Sie hat zum Frühstück und zum Mittagessen eiweißreich gegessen (nicht so geplant – das war Zufall) und war den ganzen Tag aufgeregt. Was davon, wie auf den Blutzucker gewirkt hat? Wer weiß das schon.

Beim Lauf hatte sie die Pumpe am Bauch (wie immer), reichlich Traubenzucker in allen Taschen, CGM und ihr Handy dabei. Zuckermesser hatte sie nicht dabei. Zuckermesser waren verteilt: am Start bei Papa, mitten auf der Strecke bei mir und am Treffpunkt nach dem Ziel bei T.s Eingliederungshilfe.

Vor dem Start lag der BZ ca. bei 150 und T. hat 3 Traubenzucker gegessen. 2 Stück, hatten wir überlegt, sollte sie essen, aber sie wollte noch einen dritten, um sich sicherer zu fühlen.

Beim Lauf lief alles gut🙂. T. ist mit 2 Freundinnen gelaufen und sie haben darauf geachtet, sich nicht aus den Augen zu verlieren.

Der Treffpunkt am Ziel war überfüllt mit tausenden Eltern und Kindern. Aber wir haben uns alle wieder gefunden.

T. hat von einem Ohr bis zum anderen gegrinst und ist herumgehüpft wie ein Flummi. Sie war so stolz.

Der BZ lag bei 180 und war noch im Steigen. Daher mussten wir etwas korrigieren.

Die Bilanz ist sehr positiv: es hat Spaß gemacht, und wir sind stolz, dass wir das gemeistert haben.

Energielevel
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Powerless

Diabetes in Kombination mit einem Magen-Darm Virus macht uns wieder Mal das Leben schwer. Es ist nur ein harmloser Magen-Darm Virus (da hatten wir schon schlimmere) und eigentlich könnte man meinen, man gewöhnt sich an die diabetes-bedingten Begleiterscheinungen. Aber vielleicht ist auch genau andersherum: wir haben uns nicht daran gewöhnt, sondern erinnern uns nur zu gut daran, wie schlimm das werden kann (Stichwort Ketone und Krankenhaus).

Also momentan alles halb so wild: Nach dem Abendessen war es T. schlecht und ein Blick auf die Pumpe zeigte, der Blutzucker sinkt. Die gegessenen Kohlenhydrate wurden nicht (gut) aufgenommen, aber das Insulin wirkte. Zum Glück war T. nicht so schlecht, dass sie brechen musste und gar nichts mehr essen konnte. Sie hat Traubenzucker gegessen –  gut gekaut, in der Hoffnung, dass sie die Glukose bereits über die Mundschleimhaut aufnimmt.

Trotzdem waren wir stundenlang beschäftigt den Blutzucker in Griff zu bekommen. Dann erst konnten wir in Ruhe schlafen gehen.

Nach so einem Abend fühle ich mich am nächsten Tag erschlagen und ausgelaugt.

Das liegt sicher nicht einfach an diesem Abend. Vielmehr ist es so, dass ein langer Weg hinter mir liegt und ein langer Weg vor mir liegt, nur die Rast kommt auf dieser Wanderung zu kurz.

Déjà-vu Pumpenwahl

Es ist ziemlich genau ein Jahr her, da waren wir bereits auf Pumpensuche. Und eigentlich hatte ich die richtige Pumpe auch gefunden. Die neue Medtronic 640G sollte es sein. Von der Funktion Smart Guard  war ich begeistert. Aber ich hatte die Rechnung ohne T. gemacht😉

T. hat im letzten Sommer die 640G zwei Wochen getragen. Aber die Pumpe war ihr zu groß und zu schwer. Also sind wir wieder zur VEO zurückgekehrt und haben das Thema Pumpe mal gut sein lassen.

Nun sehen wir uns wieder um…DSC_0717DSC_07231

T.s Wünsche an eine Pumpe:

  • cooles Zubehör (Taschen, Skins)
  • schnelle, einfache Bedienung
  • und nicht zu groß und nicht zu schwer

Meine Wunschliste an eine Pumpe:

  • Bolusrechner
  • schnelle, einfache Bedienung
  • Stahlkatheter
  • kleine Bolus- und Basalschritte
  • Fernbedienung (mit integriertem Blutzuckermessgerät)
  • Daten Software

Mal sehen, ob wir diesmal ans Ziel kommen. Das letzte Wort hat ganz klar T.

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Das bin ich

Wie alle Eltern sind wir natürlich auch immer in Sorge um unser Kind. Meist fängt das Sorgen bereits in der Schwangerschaft an. Wer von den Müttern kennt das nicht?

Mit Diabetes als Begleiter gibt es natürlich noch mehr zum Sorgen. Einerseits um die körperliche Gesundheit: Wie sind die Werte und der HbA1c? Wie wirkt sich das alles auf den Körper aus? Wo wirkt es sich aus?

Andererseits auch um die Psyche: Wie kommt sie mit dem Diabetes klar? Wie belastend empfindet sie den Diabetes?

Vor kurzem hat T. in der Schule sich selbst beschrieben. Das ist ihr Aufsatz über sich:

Das bin ich

Hallo, ich bin T. Xxxx. Mein Spitzname ist T. Ich bin 9 Jahre alt und werde bald 10, denn ich habe am 25. Dezember Geburtstag. Ich wohne in Xxxx, Xxxx. Geschwister habe ich keine.

Mein Haar ist braun und lang. Ich trage es meist zusammengebunden. Meine Augen sind blau und ich habe eine Stupsnase. Meist lächle ich, weil ich fast immer glücklich bin. Ohrringe habe ich keine. Auch eine Brille brauche ich nicht. Ich bin eher klein, zierlich und dünn.

Das Armband meiner Freundin trage ich immer bei mir. Ich trage coole, schöne und süße Sachen. In der 4. Klasse sitze ich neben meiner Freundin B. Ich habe eine Vorliebe für Tiere. Ich bin hilfsbereit, lustig und abenteuerlustig. Meine Hobbys sind Barbie spielen und mit meinen Freundinnen spielen. Sehr gerne unternehme ich etwas mit meinen Eltern. Ich könnte mir keine besseren Freundinnen vorstellen als B. und F.

Ich bin sehr glücklich mit mir.

T. hat seit ihrem 15. Lebensmonat Diabetes. Ich denke, für sie ist der Diabetes selbstverständlich. Er gehört schon immer zu ihrem Leben. Sie ist zwar genervt vom häufigen Blutzzuckermessen und von der quietschenden Pumpe, aber sie kennt es auch nicht anders.

Ich finde den letzten Satz sehr schön, und T. hat beim Verbessern (das ist die verbesserte Version) auch darauf bestanden, diesen Satz genauso gemeint zu haben. Ich habe T. gefragt, wie es kommt, dass sie den Diabetes nicht erwähnt hat. “Daran habe ich gar nicht gedacht.”, war ihre Antwort.

In diesem Sinne allen PWD (People with Diabetes) und ihren Familien wunderschöne Feiertage (mit wenigen Sorgen um Zuckerwerte😉 )

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Accu-Chek Connect

IMG_0423_klein Vor einigen Tagen hat Accu Chek (Roche) in Österreich zum Community Treffen geladen. Das supernette Accu-Chek Team hat uns verwöhnt: Das Ambiente war wirklich toll – in einer Wohnung von Wohnfee  eingerichtet.

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Tipps vom Profi für unsere Fotos

Wir wurden mit leckerem Essen versorgt und bekamen Tipps von einem Fotografen für unsere Blog-Fotos.

Ein neues Produkt wurde uns auch vorgestellt: Accu-Chek Connect.

Das ist ein Blutzuckermesssystem bestehend aus Messgerät und App. Die Daten aus dem Blutzuckermessgerät werden (via Bluetooth) automatisch an die App übertragen. Die App hat vielerlei Funktionen: Bolusrechner, Tagebuch (mit Fotofunktion), Erinnerungsfunktion… Man kann auch alle Daten aus der App direkt in das Connect Onlineportal übertragen und hat verschiedene Berichte zur Verfügung.

Ich denke, das System eignet sich vor allem für jene, die einen Pen verwenden und mit diesem System ihre Werte für Tagebuch und Bolusberechnung automatisch in der App haben.

Die Funktion, die mich als Mama anspricht, ist die Möglichkeit den Blutzuckerwert automatisch per SMS senden zu lassen. Das stelle ich mir für den Schulalltag, aber auch für Nachmittagsaktivitäten meiner Tochter hilfreich vor. Dabei geht es nicht nur um den Wert per se, sondern vor allem auch um die Frage, ob das Kind an das Messen gedacht hat. Durch die automatische SMS Funktion wäre klar, ob T. gemessen hat, und die lästigen Anrufe von Mama würden nicht mehr beim Spielen stören🙂

Wir werden das System auch testen, denn die SMS Funktion möchte ich gerne ausprobieren. Der Nachteil für uns wäre, dass der Messwert nicht an die Insulinpumpe übertragen wird.

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World Diabetes Day 2015

Heute – der 14. November – ist Welt Diabetes Tag!

Bei der Diagnose war T. 15 Monate alt. Ihr Blutzucker war bei über 900 mg/dl. Niemand hat an Diabetes gedacht. Bereits 3 Wochen bevor wir die Diagnose bekamen, waren wir bei der Kinderärztin. T. hatte einen Pilz am Po. Und bei diesem Termin haben wir schon darauf hingewiesen, dass T. sehr viel trinkt und dass die Windeln immer sehr voll sind, in der Früh war manchmal der Pyjama nass. Es waren dann noch 3 Arztbesuche (1 x Hautarzt, 1x Kinderärztin und 1 x Allgemeinmediziner) bevor wir dann bei der Kinderärztin die Diagnose bekamen.

Leider ist unsere Geschichte kein Einzelfall. Oft wird erst sehr spät erkannt, dass ein Kind Diabetes hat.

Da es schlimme Folgen haben kann, wenn die Diagnose zu spät gestellt wird, ist es wichtig die Symptome zu kennen.

Video zum Thema: Beihnah zu spät: