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Diabetes und die Rolle des Glukagon

Ich will wissen, wie Dinge funktionieren. Das ist im Allgemeinen so und auch beim Diabetes versuche ich zu verstehen, was im Körper geschieht.
Das hilft mir manchmal im Alltag des Diabetes Management und auch bei der Akzeptanz von unberechenbaren Blutzuckerwerten.

Vor kurzem habe ich ein sehr interessantes Video gefunden. Es ist ein Vortrag von Prof. Roger Unger. Er ist Professor an der University of Texas Southwestern Medical Center.

In seinem Vortrag möchte er die Rolle des Glukagon bei Diabetes hervorheben. Bei Diabetes dreht sich in der Regel alles um das Insulin. Er stellt fest, dass das Glukagon für die hohen Blutzuckerwerte verantwortlich ist. Zusätzlich zur Insulingabe müsste das Glukagon unterdrückt werden, um Euglykämie zu erzielen.

Hier das Video dazu:

Zwar ist es in Englisch, aber es ist gut verständlich.

Wer es noch genauer wissen will, kann nachlesen: http://www.jci.org/articles/view/60016

Die neue Insulinpumpe von Medtronic MiniMed 640G

Vor einigen Tagen hatte ich die Gelegenheit die neue Pumpe von Medtronic in den Händen zu halten. Medtronic hat zum 1. Blogger Treffen in Österreich geladen und hierbei die MiniMed 640G vorgestellt. MiniMed640G

Die neue MiniMed 640 G
Die interessanteste und wichtigste Neuerung ist SmartGuard. Bereits jetzt war die VEO in Kombination mit CGM mit einer Hypoabschaltung ausgestattet. Das heißt, bei Erreichen eines bestimmten Wertes wird die Insulinzufuhr gestoppt. Mit SmartGuard geht Medtronic noch einen Schritt weiter. Bereits eine halbe Stunde vor der errechneten Erreichung des Grenzwertes wird die Insulinzufuhr unterbrochen. Nach einer halben Stunde überprüft die Pumpe diese Entscheidung. Also ob die Insulinzufuhr wieder gestartet werden kann oder weiterhin unterbrochen bleibt.

Ich muss sagen, das hört sich wirklich gut an, und wir könnten das im Diabetes-Alltag einige Male jede Woche gebrauchen. Bei T geht der Absturz des Blutzuckerspiegels manchmal wirklich rasant. Ich bin mir nicht sicher, was der SmartGuard da bewirken könnte, aber wenn er nur hin und da hilft einen Hypo abzufangen oder abzumildern, wäre es schon klasse.

Weiter Neuerungen sind das Design – die Pumpe ist jetzt im Hochformat – und das Farbdisplay.
Auch die Menüführung wurde komplett überarbeitet. Ich finde eine einfache Bedienung sehr wichtig. Immerhin muss sich auch T zurechtfinden. Da hat mich die MiniMed 640G auf jeden Fall überzeugt. Man kommt einfach und leicht ans Ziel, ohne Umwege und Ratespiele.
Sehr nützlich ist auch, dass das aktive Insulin am Startbildschirm immer sichtbar ist. Da hat jemand mitgedacht 😉

MiniMed 640G

MiniMed 640G

Für T sind ganz andere Dinge bei ihrer neuen Pumpe wichtig. Ich habe schon mehrmals versucht, T in die Entscheidung für ihre neue Pumpe einzubinden. Bisher war ich damit nicht erfolgreich. Ihre Wünsche beschränken sich auf zwei Dinge: 1. Die Pumpe muss funktionieren (eigentlich ein ziemlich gutes Kriterium) und 2. es muss schöne Pickerl geben.
Und zum Glück gibt es die neue MiniMed mit verschiedenfarbigen Aufklebern und auch Silikonhüllen. Die Lenny-Löwe Silikonhülle hat T sofort überzeugt!

Der Zuckermesser Contour next link sendet, wie auch schon bei der VEO, die Werte automatisch an die Pumpe. Zusätzlich kann man den Contour auch als Fernbedienung verwenden, allerdings nur manuelle Bolusabgaben. Der Bolusexpert funktioniert nicht über die Fernbedienung.
Und auch das Auslesen der Daten am PC funktioniert über den Contour next link.

Die neue Pumpe soll noch im ersten Halbjahr 2015 in Österreich auf den Markt kommen und ist auch für Kinder zugelassen.

Alles in allem bin ich von der MiniMed 640G begeistert. Sie wirkt durchdacht. Ich hoffe, sie kann im Alltag halten, was sie verspricht. Was mir persönlich noch fehlt, ist eine Fernbedienung, die vollen Zugriff auf die Pumpe bietet – vor allem der Bolus Expert sollte auch über die Fernbedienung funktionieren. Die CGM Kurve auch auf dem Zuckermesser oder auf dem Smart Phone zu sehen, wäre auch ein wichtiges Tool.

Video von Medtronic: https://www.youtube.com/watch?v=D88827yTDD0&noredirect=1

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Pumpenwahl

Darf´s eine neue Pumpe sein? Vielleicht eine CGM dazu?

Im Frühling hat T Anspruch auf eine neue Insulinpumpe. Wir verwenden seit nahezu 8 Jahren die Medtronic-Pumpe. Mit dieser sind wir zufrieden, auch mit dem Service von Medtronic. Mit der CGM von Medtronic haben wir unsere Probleme. Aber CGM möchte ich in Zukunft unbedingt regelmäßig verwenden.

Mit der CGM von Dexcom waren wir sehr zufrieden, auch T war absolut begeistert. Aber der Dexcom wurde von der Krankenkasse abgelehnt.

Bei der CGM von Medtronic sehen wir laufend die Verbesserungen. Die CGM wurde über die letzten Jahre zuverlässiger (=genauer), die Nadel kleiner. Leider lässt sich T den Enlite Sensor dennoch sehr ungern setzen, wobei sie die Setzhilfe nicht mag. Daher werden wir in den nächsten Tagen mit Hilfe einer Medtronic Mitarbeiterin das Setzen ohne Setzhilfe versuchen. Ich hoffe das hilft.
Die CGM Daten nicht nur auf der Pumpe selbst, sondern auch auf einem zusätzlichen Gerät oder am Handy zu sehen, wäre auch noch ein großer Vorteil. Eine App soll in Entwicklung sein, wird aber noch dauern …

Soviel zur CGM. Mittlerweile habe ich von allen in Österreich erhältlichen Insulinpumpen Broschüren zu Hause:
OmniPod von Ypsomed
Animas Vibe
ACCU-CHECK Insight
Alle haben ihre Vor- und Nachteile. Am liebsten würde ich mir von jeder Pumpe herauspicken, was mir gefällt und meine eigene Version zusammenbauen. Also von der OmniPod nehme ich das schlauchlose System. Die kleinen Basalratenschritte (0,01 IE) und das Bedienungselement, das auch der Zuckermesser ist, von der ACCU-CHEK Insight. Bei Animas Vibe gefällt mir, dass sie mit Dexcom kompatibel ist.

Und Medtronic? Wie man hört, soll im März oder April die neue Pumpe von Medtronic in Österreich auf den Markt kommen. In Australien ist es schon soweit, daher kann man sich schon Informationen über die neue Pumpe holen: Medtronic 640G
Diese Pumpe hat eine neue Funktion, den SmartGuard: Dieser stoppt die Insulinzufuhr wenn ein Hypo droht. In den Medien wurde das gleich mit „künstliche Bauchspeicheldrüse“ angepriesen, zB hier. Es ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch lange keine künstliche Bauspeicheldrüse. Trotzdem bin ich schon sehr gespannt auf die ersten Erfahrungsberichte und da wir auch häufig mit Hypos kämpfen, ist die neue Medtronic Pumpe auf jeden Fall auch eine Alternative für uns.

Eigentlich wäre auch Ts Meinung bei der Entscheidung für ein Modell sehr wichtig. Sie ist jetzt 9, die Pumpe hat sie dann bis sie 13 ist. Aber bis jetzt interessiert sie das so sehr, wie das berühmte sprichwörtlich Fahrrad, das in China umfällt. Ich hoffe, es wird spannender für sie, wenn sie eine Pumpe in der Hand halten und eventuell sogar Probetragen kann.

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Schokolade essen und BE schätzen

Ts Freundin war zu Besuch, und die zwei Mädels haben sich fast den ganzen Nachmittag nicht blicken lassen. Am Abend als die Freundin abgeholt wurde, erwähnt T so nebenbei, dass sie Schokolade gegessen haben. Ich habe sofort meine Fragen abgeschossen: Hast du abgegeben? Welche Schokolade? Wieviel Schokolade? Wieviel hast du abgegeben? (Also quasi Diabetes-Polizei im Anmarsch)

T hat mich etwas verständnislos angesehen (das war der „bleib cool Mama, ich habe alles im Griff-Blick“) und erklärt: Sie hat die Schoko, die sie gegessen hat, auf 1,5 BE geschätzt und dafür entsprechend Insulin abgegeben.

Die BZ-Werte waren den ganzen Nachmittag in Ordnung. Also blieb nur zu sagen: „Gut gemacht, sehr gut geschätzt.“

Das mit dem Schätzen ist ja nicht so einfach. Auch ich vertue mich da immer wieder. Aber wie man sieht, hat T schon ein Gefühl dafür bekommen und denkt auch ans Bolen. Das sind die kleinen Schritte, über die ich mich freue. Und die Diabetes-Polizei kann das nächste Mal bleiben, wo der Pfeffer wächst.

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Ferienlektüre

Ich habe mir für die Feiertage wieder eine besondere Lektüre hervorgeholt: Die Logik meines Diabetes.
Denn wie erwartet hält der Diabetes nichts von Weihnachtsfrieden. Wie erwartet, weil alles anders abläuft im Vergleich zum Schulalltag. Zunächst schläft T gerne aus, wenn man sie lässt und bleibt am Abend länger auf. Dann gibt es je nach Wetter und Ferienlaune mal wenig Bewegung – Aufbau aller Lego Spielsachen, Spielen mit Barbies und das Weihnachtsfernsehprogramm genießen – dann wieder viel Action: Juhu, raus in den Schnee. Und natürlich die vielen kleinen Leckereien, die zu Weihnachten überall herumstehen. Also kein Wunder, dass alles aus den Fugen gerät. Und so hatten wir in den letzten Tagen alle möglichen Werte von 30 bis 470 mg/dl.

#DuckFiabetes

#DuckFiabetes

Die 30 hat T nicht mal gespürt!
Aber auch die Nächte haben mir Kopfzerbrechen bereitet und uns sehr hohe Werte beschert.
Dieses Durcheinander ärgert mich immer sehr. Ich ärgere mich, weil wir uns ständig kümmern: Messen, Essen wiegen, Insulin abgeben, Korrigieren, Katheter wechseln, usw. Da versucht man immer dran zu bleiben, aber der Erfolg bleibt aus. Aber dieser Ärger hat auch sein Gutes. Er motiviert mich das Buch hervorzuholen, um ein bisschen schlauer zu werden und einige Adaptierungen vorzunehmen.
Und so habe ich eine neue Basalrate geschrieben und „Aufstehinsulin“ und „Einschlafinsulin“ eingebaut und hoffe, dass ich die nächsten Tage noch gut nutzen kann, um mich an eine „richtige“ Einstellung heranzutasten.
Das Aufstehinsulin soll helfen, Unterzuckerungen am Morgen bzw. Vormittag zu vermeiden, wenn T in den Vormittag hinein schlafen möchte. Das Einschlafinsulin soll die Hypos nach dem Abendessen und die hohen Werte in der Nacht in den Griff bekommen.
Ich bin schon neugierig, ob das klappt. (Bis jetzt sieht es vielversprechend aus :)) und ob, wenn der (Schul-)Alltag wieder startet, das Chaos wieder von vorne losgeht.

Termin in der Diabetes Ambulanz

Es ist vollkommen verrückt. Besser gesagt, ich bin vollkommen verrückt: Seit 2007 gehören die Besuche in der Diabetes Ambulanz alle drei Monate zu unserem Diabetes Leben. Noch nie war irgendjemand bei diesen Terminen unfreundlich, verständnislos oder hat uns eine Standpauke gehalten. Auch der HbA1c ist meistens ok. Er entspricht zwar nicht meinen Wunschvorstellungen, aber ist wirklich nicht schlecht. Trotzdem bemerke ich immer wieder: der herannahende Ambulanz Termin macht mich gereizt, übellaunig und für nichts zu gebrauchen. Ich weiß selbst nicht warum. Woher kommt das? Sobald wir aus dem Spital wieder draußen sind, lässt die Anspannung nach, und ich kann mich wieder auf andere Dinge konzentrieren.

Auf und ab – die Hochschaubahn hat wieder eröffnet!

Wenn die Blutzuckerwerte mal wieder verrücktspielen – ständige zu hoch oder ein Hypo jagt den nächsten – frage ich mich natürlich was dahinter steckt. Darauf gibt es selten eine sichere Antwort. Aber vom Grübeln hält mich das nicht ab 😉
Und in letzter Zeit habe ich häufig das Wetter im Verdacht. Kommt eine Kältewelle ist der Zucker zu hoch, wird es schön, geht es in die andere Richtung. Und ich glaube nicht, dass es mit Bewegung zusammenhängt – also, dass bei schönem Wetter der Garten mehr genutzt wird und T dadurch mehr Bewegung macht. Ich habe eher den Verdacht, dass sich der Stoffwechsel umstellt.
Derzeit ist es wieder soweit. Seit dem der November kühler geworden ist – war ja zunächst sehr mild der Herbst – spinnen die Werte.
Oder es lauert die nächste Erkältung und treibt den BZ in die Höhe?

Ich habe mich so gefreut: Seit September hatten wir endlich eine gute Phase mit stabileren, vorhersagbareren Werten. Aber das ist jetzt vorbei.
Morgens schon zu hoch, dadurch auch der Vormittag sehr durcheinander und es zieht sich durch den ganzen Tag. Ich habe mir die Werte der letzten Wochen angeschaut und kein Muster gefunden, außer dass in der Nacht die Werte immer zu hoch sind.
Also haben wir wieder an der Basalrate herumgebastelt, was schwierig ist, wenn man kein Muster erkennt. Daher haben wir zunächst die Basalrate um 5 % erhöht. Was aber auch nicht so gut klappt, denn in der Nacht haben wir zum Teil 0,15 IE/h. 5 % mehr wären dann 0,1575 IE. So kleine Einheiten kann man in die Insulinpumpe nicht einprogrammieren. Ich habe aber auch keine Ahnung ob das Sinn macht, ob da ein brauchbares Ergebnis herauskommen würde. Also haben wir zunächst jede Stunde um die kleinstmögliche Einheit von 0,025 IE erhöht und gehofft, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind.

Die Werte sind tatsächlich etwas besser geworden. Aber wir hatten leider auch einige fiese Hypos. Morgen lese ich wieder die Pumpe aus und schaue mir die Werte der letzten zwei Wochen. Vielleicht gelingt es mir herauszufinden, wo ich mit den Änderungen in der Basalrate ansetzen muss.

Von DEA (Drück-Ess-Abstand) Austesten kann momentan keine Rede sein. Bei diesen Werten funktioniert das schlicht nicht. Entweder ist bereits der Ausgangswert nicht im Normalbereich oder bereits 1 Stunde nach dem Essen ist der Blutzucker auf zB 97 mg/dl und das Insulin wirkt sicher noch mindestens 1 Stunde. Sobald sich die Werte wieder etwas gebessert haben, werde ich einen neuen Versuch starten.

Gast-Beitrag: Bürgerinitiative „gleiche Rechte für chronisch kranke Kinder“

Vielen Dank an Angela Sandor für das heutige Gast-Posting! Sie ist bei der Bürgerinitiative „gleiche Rechte für chronisch kranke Kinder“ aktiv und wir hoffen, noch viele Menschen zu erreichen, die die Bürgerinitiative unterstützen.

Jeder Elternteil von Typ-I-Diabetiker Kindern kennt die tägliche Herausforderungen im Umgang mit öffentlichen Betreuungseinrichtungen, sei es Kiga, Schule oder Hort. Vor allem für die jüngsten oder eben erst diagnostizierten Kinder und deren Eltern wird aufgrund der mangelnden Bereitschaft von Betreuern sich mit der Krankheit auseinander zu setzen, der Alltag oftmals zu einer großen Belastung. Leider ist es kein Einzelfall, dass die Betroffenen von Seiten öffentlicher Einrichtungen – sofern die Kinder bei Kenntnis des Gesundheitszustands überhaupt aufgenommen werden – keine Unterstützung erfahren. Wir alle kennen aus unserer eigenen Erfahrung das Unverständnis in Bezug auf einfache Bitten wie Unterstützung bei Insulindosis-Berechnen oder beim Erinnern ans Messen. Meistens werden solche Aufforderungen als unzumutbarer Aufwand mit dem Verweis, dass Lehrer nur mit pädagogischen Aufgaben betraut sind, abgewiesen.

Sollte man dennoch Glück haben, und Betreuungspersonen finden, denen es gelingt sowohl pflegerische als auch pädagogische Aspekte zu vereinen, kann diesen aufgrund einer unklaren Rechtssituation die Hilfestellung persönlich zum Verhängnis werden.

Da die Haftungsfrage, nicht abschließend geklärt ist, ist es mitunter nachvollziehbar, dass Betreuungs-Institutionen oder Einzelpersonen sich nicht auf juristisches Glatteis begeben wollen, und lieber die Unterstützung verweigern, oder eventuell betroffene Kinder gar nicht erst aufnehmen.

Diese politisch und rechtlich nicht reglementierte Situation führt dazu, dass sich jede betroffene Familie als Einzelkämpfer eigene Lösungsmodelle im Umgang mit Kiga, Schulen und Hort erstreiten muss. Meistens erfolgt dies auf Rücken der Mütter und Väter, die eigene Zeit in Betreuung vor Ort, oder bei Schulausflügen bzw. bei mehrtägigen externen Schulveranstaltungen investieren, und so immense Einschränkungen im Erwerbsleben bis hin zur Aufgabe bzw. Verlust des Arbeitsplatzes in Kauf nehmen müssen.

Um Klarheit im rechtlichen Bereich zu schaffen, und um die Wahrnehmung der Politiker auf unseren täglichen Kampf in Klassenzimmer/Kindergruppen sowie auf die dadurch entstehenden finanziellen Beeinträchtigungen zu lenken, haben wir eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen, die auf eben diese Umstände und auf deren tatsächliche Tragweite aufmerksam machen soll.

Wir möchten alle Betroffenen bitten uns sowohl durch ihre Unterschrift als auch durch Weiterleitung des Links an so viele Personen wie möglich zu unterstützen, und dadurch hoffentlich eine Verbesserung für unsere Kinder und uns als Familien zu erreichen.

Jede Unterschrift zählt, und bringt uns einen Schritt in die Richtung, dass Integration chronisch kranker Kinder in Betreuungseinrichtungen tatsächlich erreicht werden kann. Juristisch abgesicherter Umgang ermöglicht gelebte Hilfestellung, welche unsere Kinder zu kompetenten und selbstsicheren Typ-I-Diabetiker macht, die ihre Krankheit managen und sich nicht von ihr beherrschen lassen.

Link zur Bürgerinitiative: http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/BI/BI_00060/index.shtml#tab-Uebersicht

Nähere Infos auch hier: buergerinitiative_gleiche_rechte_chronisch_kranke_kinder_9-2014_neu

Artikeln im Kurier:
S.O.S. Chronisch kranke Schüler http://kurier.at/lebensart/leben/neue-buergerinitiative-fordert-gleiche-rechte-fuer-chronisch-kranke-kinder/93.852.262
„Grenzt unsere Kinder nicht aus“ http://kurier.at/chronik/oesterreich/grenzt-unsere-kinder-nicht-aus/97.625.702

Drück-Ess-Abstand (DEA)

Wie wir alle wissen, ist es nicht so einfach eine gute Diabetes-Einstellung zu erreichen. Gute Blutzuckerwerte, guter HbA1c, nicht zu viele Hypos. Leider funktioniert „nimm xy Insulineinheiten zu dieser und jener Uhrzeit und schon läuft alles wie am Schnürchen“ nicht.

Auf dem Weg zu (hoffentlich) besseren Werten möchte ich nun den DEA – Drück-Ess-Abstand ausprobieren und austesten. Also das zeitliche Zusammenspiel von Essen und Insulin verbessern.

Momentan steigt der Blutzucker oft 1 Stunde nach dem Essen auf Werte um die 200 mg/dl, um dann nach ca. 3 Stunden in den Hypobereich abzurutschen. Ich hoffe nun durch Ausprobieren und fleißiges Mitschreiben herauszufinden, wann der Bolus für die Mahlzeiten abgegeben werden sollte, um bessere Blutzuckerverläufe zu erreichen.

In diesem Zusammenhang spielt natürlich die Art des Insulins auch eine Rolle. Wir verwenden seit jeher Novorapid, also ein schnellwirksames Insulinanalogon.

T war 15 Monate alt als bei ihr Diabetes diagnostiziert wurde. Damals war es unmöglich vor dem Essen den Bolus abzugeben, da wir nicht wussten ob, was und wie viel sie essen würde. Sie ist noch immer eine wählerische Esserin und speziell beim Frühstück ist es nicht vorhersehbar, ob und wie viel sie essen wird. Daher geben wir noch immer häufig den Bolus erst nach dem Essen ab. Dabei ist T jetzt schon fast 9 Jahre alt. Da sollte es schon klappen, dass der Bolus schon im Vorhinein abgegeben wird.

Ich werde Euch berichten, was ich bei meiner kleinen Versuchsreihe herausfinde. Ich wäre auch neugierig, welche Erfahrungen Ihr habt? Bolt/spritzt Ihr einfach vor dem Essen oder haltet Ihr da noch einen Abstand von 5, 10 oder mehr Minuten ein?

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Welt-Diabetes-Tag

Heute ist Weltdiabetes Tag. Der 14. November ist der Geburtstag von Dr. Frederick Banting, dem Entdecker des Insulins. Dank seiner Arbeit ist Diabetes Typ 1 kein Todesurteil mehr.
„Glücklicherweise leben wir hier und heute.“ habe ich mir schon oft gedacht. Noch vor 100 Jahren wäre T kurze Zeit nach der Diagnose gestorben. Und wir leben hier, wo es Insulin gibt und medizinische Versorgung.
Für viele Menschen in vielen Ländern bedeutet die Diagnose Diabetes auch heute noch den Tod. Denn Insulin ist nicht verfügbar oder sehr teuer. Es fehlt nicht nur an Insulin, sondern generell an medizinischer Versorgung.

Aber es ist einfacher denn je einen Beitrag zu leisten. Mehrere Social Media Kampagnen haben es sich zum Ziel gesetzt, dort zu unterstützen, wo es am notwendigsten ist:

Big Blue Test

Eine davon ist der Big Blue Test.  Man kann bedürftige Diabetiker unterstützen indem man Sport treibt. Und das funktioniert so:
1. Diabetiker messen ihren Blutzucker, für alle anderen funktioniert es auch ohne Blutzuckermessen
2. Für mindesten 14 bis 20 Minuten Sport betreiben
3. Anschließend dürfen die Diabetiker noch Mal piksen.
4. Registrieren bzw. Einloggen und das Ergebnis teilen (= einige Fragen zu deinem Training beantworten)

Für jeden Big Blue Test spendet die Diabetes Hands Foundation 1 $. Dieses Geld wird verwendet um Menschen mit Diabetes in Not mit Diabetes-Materialien, Untersuchungen, Behandlungen und Schulungen zu helfen.

Das Ziel ist es 35.000 Big Blue Tests zu sammeln. Also Turnschuhe auspacken und mitmachen. (Man kann auch öfters mitmachen!)

#insulin4all

Gerade heute – am Weltdiabetes Tag – soll in den Blickwinkel rücken, dass es auf der Welt viele Diabetiker gibt, die nicht mit Insulin versorgt sind.
Put the WORLD back in World Diabetes Day. #WDD2014 #insulin4all

Walk with D

Für jedes Posting im November, das in den sozialen Medien mit dem Hashtag #WalkWithD versehen ist, spendet Lifescan Inc. 100 Teststreifen an Life for a Child.

Life for a Child

Life for a Child ist ein Programm des IDF – International Diabetes Federation – zur Unterstützung von Kinder mit Diabetes in Entwicklungsländern.