Was ist Diabetes Typ 1?

Diabetes Typ 1 ist eine Autoimmun-Erkrankung bei der das Immunsystem die insulinproduzierenden Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört.
Das heißt, es wird kein körpereigenes Insulin mehr produziert. Insulin muss von außen zugeführt werden – mittels Pen oder Insulinpumpe.

Symptome von Diabetes sind

  • Großer Durst
  • Häufiges zur Toilette gehen
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Gewichtsverlust
  • Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen (→ Ketoazidose)

Es ist wichtig bei diesen Symptomen an Diabetes zu denken und ev. auch den Arzt darauf anzusprechen. Undiagnostiziert kann Diabetes zu ernsten Komplikationen (diabetisches Koma) und in deren Folge auch zum Tod führen.

Die häufigsten Irrtümer rund um Diabetes Typ 1

  • Nein, Diabetes Typ 1 wird nicht durch zu viel Zuckerkonsum verursacht.
    Die genaue Ursache von Diabetes Typ 1 ist noch nicht bekannt. Man geht davon aus, dass mehrere Faktoren (Gene, Umwelteinflüsse, Viren, …) an der Entstehung beteiligt sind.
  • Ja, Menschen mit Diabetes Typ 1 dürfen alles essen, auch Zucker.
  • Nein, das wächst sich nicht aus, geht nicht wieder weg.
    Ich vermute das hartnäckige Gerücht, dass Diabetes im Teenageralter verschwindet, hat damit zu tun, dass Diabetes Typ 1 früher auch als jugendlicher Diabetes bezeichnet wurde. Aber Diabetes Typ 1 verschwindet nicht. Es ist eine chronische Erkrankung, für die es derzeit noch keine Heilung gibt. Bei vielen Menschen entsteht der Diabetes Typ 1 auch erst im Erwachsenenalter.
  • Nein, das geht nicht durch Sport und Diät weg.
    Eine Änderung des Lebensstils ändert nichts an der Diagnose. Von Sport und Diät wachsen keine neuen Beta-Zellen.
  • Nein, XXXX (hier kann man einsetzen was man möchte: Zimt, Okraschoten, sonstige Wundermittel…) kann Diabetes Typ 1 nicht heilen.
  • Nein, die Insulinpumpe macht nicht alles alleine.
    Ja, die Technik macht große Fortschritte und Insulinpumpen, Kontinuierliche Glukosemessung und moderne Blutzuckermessgeräte vereinfachen das Leben der Diabetiker. Aber Diabetes bleibt eine Krankheit mit hohem Therapieaufwand, die der Erkrankte bzw. seine Betreuer selbst managen müssen – 24 Stunden am Tag/7 Tage die Woche/365 Tage im Jahr
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